In fast jedem Betrieb gibt es diese eine Datei. Sie ist über Jahre gewachsen, hat inzwischen zwölf Reiter, verschachtelte Formeln und eine Spalte, die niemand mehr anfassen darf. Sie steuert die Einsatzplanung, die Kalkulation oder die Materialverwaltung – und wirklich verstanden hat sie nur ein einziger Mensch im Haus. Spätestens an diesem Punkt wollen die meisten Geschäftsführer ein internes Tool entwickeln lassen, das genau diesen Ablauf sauber abbildet, ohne dass gleich der halbe Betrieb umgebaut wird.
Was diese Datei tatsächlich kostet, fällt erst auf, wenn etwas schiefgeht. Eine Formel wird beim Kopieren zerschossen und niemand merkt es drei Monate lang. Zwei Kollegen öffnen die Tabelle gleichzeitig, einer landet in der schreibgeschützten Kopie und arbeitet dort weiter. Eine Rechteverwaltung gibt es nicht, also sieht jeder alles – auch Zahlen, die nicht für alle gedacht sind. Und es fehlt jede Änderungshistorie: Wer wann welchen Wert überschrieben hat, lässt sich hinterher nicht mehr klären.
Gleichzeitig hilft der Markt an dieser Stelle selten weiter. Für Ihren Ablauf gibt es entweder gar kein passendes Produkt, oder die verfügbaren Pakete können vieles – nur ausgerechnet Ihren Sonderfall nicht. Ein großes System einzuführen wäre hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen: monatelange Einführung, Schulungen für alle, Lizenzkosten pro Kopf. Der wirtschaftlich vernünftige Weg liegt dazwischen: ein kleines, klar abgegrenztes Werkzeug für genau diesen einen Prozess, einsatzbereit in Wochen statt in Quartalen.