Standard-CRMs wie HubSpot, Pipedrive oder Salesforce sind ausgereifte Produkte, und für viele Unternehmen sind sie die richtige Wahl. Wer einen geradlinigen Vertriebsprozess hat und mit den vorgegebenen Feldern zurechtkommt, hat dort in wenigen Tagen ein funktionierendes Leadmanagement. Diese Seite spricht deshalb nicht gegen Standardsoftware. Sie beschreibt den Punkt, an dem der Nutzen kippt, und die Anzeichen, an denen Sie ihn erkennen – denn ab da rechnet sich ein eigenes System oft früher, als es zunächst wirkt.
Dieser Punkt kommt in aller Regel von zwei Seiten gleichzeitig. Fachlich, weil Ihr Vertrieb Dinge tut, die das Produkt nicht vorsieht: mehrstufige Angebote mit Varianten, Aufmaßtermine vor dem Angebot, Provisionsregeln je Gebiet und Produktgruppe. Also entstehen Nebenschauplätze – eine Excel-Liste hier, ein Outlook-Ordner dort. Und kaufmännisch, weil die Rechnung pro Nutzer und Monat läuft: Jeder neue Mitarbeiter und jedes Zusatzmodul erhöht eine Summe, die niemals endet und die Sie nicht steuern.
Dazu kommt die Frage, wem Ihre Kundenhistorie eigentlich gehört. Liegen Kontakte, Angebote und Gesprächsnotizen im System eines Anbieters, ist ein Wechsel teuer und riskant – das ist der eigentliche Vendor Lock-in. Eine Eigenentwicklung kauft Ihnen vor allem Unabhängigkeit von dieser Abhängigkeit. Das ist nicht für jedes Unternehmen der richtige Weg, für Vertriebsorganisationen mit eigenem Prozess und wachsender Nutzerzahl aber meist der wirtschaftlichere.