Große ERP-Pakete bringen hunderte Funktionen mit. Ein mittelständischer Betrieb nutzt davon vielleicht zwanzig – und ausgerechnet der Ablauf, der sein Geschäft ausmacht, fehlt. Also wird angepasst: Zusatzmodule, Customizing, Beratertage. Was als Standardsoftware begonnen hat, ist nach zwei Jahren ein teures Einzelstück, das trotzdem nicht passt. Wer ein ERP-System entwickeln lassen möchte, dreht die Reihenfolge um: erst der Prozess, dann die Software.
Im Alltag wiegt ein zweiter Punkt noch schwerer: Warenwirtschaft, Lagerverwaltung und Finanzbuchhaltung sprechen nicht miteinander. Ein Auftrag wird im Shop erfasst, im Lager noch einmal getippt, für die Rechnung ein drittes Mal. Bestände stimmen zuverlässig nur direkt nach der Inventur, Auswertungen entstehen in Excel. Jede Doppelerfassung kostet Zeit und produziert Fehler, die später jemand suchen muss.
Wir gehen deshalb modular vor. Statt einer Umstellung auf einen Schlag, die das Tagesgeschäft monatelang blockiert, beginnen wir mit dem Prozess mit dem größten Hebel – meist Auftragsabwicklung oder Lager. Dieses Modul geht produktiv, der Rest läuft zunächst weiter wie bisher. Dann folgt das nächste. Sie bestimmen Tempo, Budget und Reihenfolge, und der Quellcode gehört Ihnen.